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Kraft-Zwerg

Test Cambridge Audio Minx Go

Bei den drei neuen drahtlosen Lautsprechersystemen vom Typ Minx Air 200, Minx Air 100 und Minx Go des englischen Audio Spezialisten Cambridge Audio ist Streaming in hoher Qualität angesagt. Der kleine Minx Go ist hier im Test.

Von Hans Jürg Baum · 27. Januar 2014
Cambridge Audio Minx Air 200, Minx Air 100 und Minx GoCambridge Audio Minx Air 200, Minx Air 100 und Minx Go

avguide.ch nimmt die drahtlosen Lautsprechersysteme von Cambridge Audio unter die Lupe. Ein erster Test ist dem kleinen aber feinen Minx Go gewidmet. In einem in Kürze folgenden zweiten Test  schauen wir uns die Minx Air 100 und Minx Air 200 an.

Trotz ihres sehr ähnlichen Designs in wählbarem schwarzem oder weissem Hochglanzlack, gehören diese drei Geräte zu zwei unterschiedlichen Familien.
Während die beiden grösseren Systeme von der Minx-Air-Sippe abstammen, kommt der kleinste Lautsprecher aus der Minx Go-Dynastie.

Mit dem Begriff „Air“ deutet man ganz klar auf den Betrieb im heimischen Airplay an und mit „Go“ auf die Reisefreudigkeit das akkubestückten Bluetooth-Mini-Systems Minx Go.

Der englische Audio Spezialist Cambridge Audio hat seinen Sitz übrigens nicht wie man vermuten könnte in Cambridge, sondern seit rund 20 Jahren im Herzen Londons. Ein rund 30 köpfiges Entwickler-Team widmet sich hier mit grossem Enthusiasmus dem guten Klang.

Langläufer

Der kleine aber edel gefertigte Go bewegt sich in den Dimensionen einer Coke Dose, klingt jedoch alles andere als Der kleine aber edel gefertigte Go bewegt sich in den Dimensionen einer Coke Dose, klingt jedoch alles andere als "wie aus der Blechbüchse...!"

Der kleine Minx Go beeindruckt zunächst mal mit einer sehr guten Anfassqualität und einem sehr attraktiven Preis von Fr. 189.-. Sein stabiles Kunstoffgehäuse besitzt eine kratzfeste, hochglänzende Oberfläche. Der mit einem äusserst leistungsfähigen Akku bestückte Go kann bis zu 18 Stunden netzunabhängig irgendwo in dieser Welt zum Konzert aufspielen.

Zum Aufladen von Smartphones besitzt er einen USB-Anschluss, zum Anschluss von Geräten via Kabel eine 3,5 mm Klinken-Buchse. Auf seiner Oberseite finden wir lediglich eine Powertaste und eine Lautstärkeregelung. Damit hat es sich auch schon - mehr ist hier ja auch nicht nötig.

Upps!

Nimmt man das zierlich kleine und top verarbeitete Gerätchen in die Hand, fasst man meist – upps! - ungewollt auf eine rechteckige Fläche, die sich eindrücken lässt. Sollte das etwa eine Passiv-Membrane sein, die sich hier so ungeschützt präsentiert?

Also in den technischen Daten nachgeschaut und festgestellt, dass der Go mit nicht weniger als 5, in Worten fünf, Chassis bestückt ist: zwei 5 cm Tieftönern, zwei Titan-Kalotten-Tweetern und tatsächlich einem auf der Rückseite montierten Bass-Radiator.

So heisst es hier also doch, beim Transport etwas Vorsicht walten zu lassen. Der mitgelieferte Reisebeutel trägt zum Schutz dieses Chassis auch nicht gerade viel bei. Ganz Vorsichtige bewahren also die Verpackung für eine eventuell strapaziöse Reise auf.

Dies ist aber auch alles, was es hier zu meckern gibt, und das Gerät entpuppt sich relativ rasch als absoluter Volltreffer.

Kraft-Zwerg

Üppig bestückt: Der Minx Go verfügt nicht nur über potente Class-D Verstärker sondern auch über nicht weniger als 5 (!) eingebaute Lautsprecher. Auf der Rückseite sichtbar, der ungeschützte und demzufolge sorgfältig zu behandelnde Bass-Radiator.Üppig bestückt: Der Minx Go verfügt nicht nur über potente Class-D Verstärker sondern auch über nicht weniger als 5 (!) eingebaute Lautsprecher. Auf der Rückseite sichtbar, der ungeschützte und demzufolge sorgfältig zu behandelnde Bass-Radiator.

Vor dem ersten Konzert wird der Akku des Go erst mal rund zwei Stunden aufgeladen, dann ist er für das Pairing mit meinem iPhone bereit, das in verblüffend kurzer Zeit erfolgt ist.

Um zu hören, was das kleine Ding wirklich an Klangqualität liefern kann, wird erst mal ein klassisches Musikstück, nämlich Mozarts Klaviertrio mit Violine, Cello und Klavier - eines meiner obligaten Pflichtstücke zur akustischen Beurteilung jeder Art von Schallerzeuger - angehört. Das ist sicher nicht die Musik, die man in der Regel mit einem solchen Gerätchen geniessen will, doch ein harter Prüfstein ist das allemal.

Der Klang ist verblüffend ausgewogen und frei von wirklich störenden Verfärbungen. Das Klangvolumen erstaunt, und die Räumlichkeit ist so gut, wie sie von einem solchen Mini-System eben erwartet werden kann. Der Bass reicht natürlich nicht bis in den tiefsten Frequenzkeller. Dies zu erwarten wäre hier auch absolut unrealistisch. Und doch ist es mehr als nur beachtlich, was da aus diesem kleinen Musikspender an Klangvolumen kommt.

Nach dem Anhören der verschiedensten Musikarten steht das erste Urteil fest: Beachtenswert guter Klang über alles gesehen/gehört. Und dies erst noch bei ganz beachtlichen Schallpegeln!

Platzierung entscheidet

Auch hier, wie bei allen eher kleinen Systemen, spielt die Platzierung eine entscheidende Rolle. Mit einem Abstand von wenigen Zentimetern an eine Rückwand gestellt, verblüfft das Gerät durch eine erstaunliche Bassfülle. Frei im Raum oder sogar in der Hand gehalten, wirkt der Klang natürlich eher dünn.

“Go” geht spazieren

Laut FAQ auf der Cambridge Webseite soll der “Go” bei länger andauernder laut-und bassstarker Musik „auf und davonlaufen“, das heisst, sich vom ursprünglichen Standort wegbegeben und eventuell sogar vom Tisch oder Regal fallen. Diese Eigenart kennt man von anderen basstüchtigen Geräten.

Abhilfe gibt es, wenn zwei identische Basstreiber auf entgegengesetzten Seiten des Gerätes montiert werden und so den  Fortbewegungstrend gegenseitig neutralisieren. Doch das ist ja hier nicht der Fall. Um Gehör und die Umwelt zu schonen, wurde jedoch auf diesen Test verzichtet. Zudem blieb der Go bei normalem Hören während der ganzen Erprobung artig auf seinem Platz an Ort und Stelle stehen.

Doch für den Fall, dass der Go doch herunterfallen könnte, empfiehlt der Hersteller den Reisebeutel als stabilisierende Unterlage zu benutzen ...

Fazit

Bis zu 18 Stunden spielt der Minx Go netzunabhängig aufBis zu 18 Stunden spielt der Minx Go netzunabhängig auf

Der Minx Go von Cambridge Audio ist ein akkubestücktes Mini-Bluetooth-System mit verblüffender Klangqualität und sehr langer, netzunabhängiger Spielzeit. Es bietet bei allen Musikarten in seiner Grössenklasse Top-Resultate und erst noch ein exzellentes Preis/Leistungsverhältnis.

Steckbrief
Modell:
Minx Go
Profil:
Sehr gut verarbeitetes, akkubestücktes Bluetooth-Lautsprecher-System mit sehr langer netzunabhängiger Spielzeit und beachtlich guten klanglichen Eigenschaften.
Pro:
guter Klang
kompakt
lange netzunabhängige Spielzeit
günstiger Preis
Contra:
Ungeschütztes, rückseitig angebrachtes Lautsprecherchassis
Preis:
189.00 CHF
Hersteller:
Cambridge Audio
Jahrgang:
2013
Vertrieb:
Lakeside Audio SA
Masse:
237 x 123 x 60 mm
Gewicht:
1,080 kg
Farbe:
weiss, schwarz
Akkulaufzeit:
18 Stunden
Analog Input:
Aux
Bauprinzip:
Passivradiator
Drahtloser Eingang:
Bluetooth
Hochton:
2
Leistungsaufnahme:
0,5 W
Onlinefassung: https://avguide.ch/testbericht/kraft-zwerg-test-cambridge-audio-minx-go
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