Erster Eindruck

Zudem erwartete ich ein eher leichtes Paket, da es sich ja um «Desktop Monitörchen» handeln sollte, ideal auch als Computerlautsprecher.
Meine Vorurteil behafteten Erwartungen durfte ich schnell revidieren, als ich die schmucken Boxen dem über 18 kg schweren Paket entnahm: Die vorbildlich gefertigten AM 150 - mein Testpaar in weissem Seidenglanzlack - liessen mein Testerherz sofort höher schlagen.
Ausstattung
Geliefert werden die AM 150 mit je einem Netzkabel, zwei mono
Cinch-Kabel und einem Adapterkabel (Stereo-Miniklinke auf 2
Cinchbuchsen). Ein Blick auf die Anschlusseite zeigt jedoch, dass die
ELAC Boxen enorm vielseitig eingesetzt werden können.

Analoge Eingänge gibt's symmetrisch als XLR und Klinke, sowie asymmetrisch als Cinch. Und dazu kommen noch digitale Eingänge sowohl im AES/EBU als auch im S/PDIF Format. Da der digitale Datenstrom beide Stereokanäle umfasst, muss man mit einem Schiebeschalter den wiederzugebenden Kanal wählen. Eine S/PDIF thru Buchse ermöglicht die Weiterführung des digitalen Stereosignals zur zweiten Box.
Mit einem Schiebeschalter wählt man den analogen oder digitalen Eingang. Gleich daneben finden wir den Gesamtlautstärkeregler.
Nun folgen noch drei Wahlschalter für Klanganpassungen, die abhängig von der Aufstellung der Boxen sowie dem persönlichen Geschmack eingestellt werden können: Mit dem Shelving Filter «Acoustic Space» kann man den Bassbereich -2dB oder -4dB absenken, «HF Trim» beeinflusst die Höhen um ±2dB während der «LF Cutoff» Schalter alle Frequenzen unterhalb 80 Hz resp. 100 Hz absenkt.
Weiter unten findet man die abgesicherte Netzkabelbuchse und den Netzspannungswahlschalter, sowie den Netzschalter (die detaillierten technischen Daten und Abmessungen sind am Schluss dieses Berichts aufgeführt).
Soundtest
Mein erster Versuch wurde durch die Bedienungsanleitung motiviert. Dort wird als erstes ein MP3-Player erwähnt. Also verbinde ich mit dem beiliegenden Miniklinken-Cinch-Kabel (wie empfohlen!) den Kopfhörerausgang meines SanDisk MP3-Players mit den AM 150 … und bin begeistert: Unglaublich, was aus diesen relativ kleinen Boxen rauskommt, wie gut MP3 klingen kann!

Interessant war dann noch der Digitaltest: Angeschlossen über den Digitalausgang einer guten Soundkarte klingen die AM 150 etwas weicher, etwas mittiger, jedoch immer noch hervorragend.
So gute Lautsprecher wollen auch über längere Zeit getestet werden. Dass weder bei Hintergrundsberieselung noch bei intensivem Langhören Ermüdungserscheinungen auftraten, spricht zusätzlich für den ausgeglichen Frequenzgang.
Bedienung
Natürlich findet man in jedem noch so guten Produkt zumindest Kleinigkeiten, die verbesserungswürdig wären: Der Netzschalter auf der Rückseite der Boxen ist so eine. Klar kann man die AM 150 auch über eine schaltbare Netzschiene ein- und ausschalten. Eleganter wäre es jedoch, wenn z.B. ein Relais die Boxen automatisch vom Netz trennt, wenn während einer gewissen Zeit kein Signal vorhanden ist, die Boxen dann wiederum aktiviert, sobald ein Audiosignal eintrifft, wie dies bei (allerdings wesentlich teureren) Mitbewerbern der Fall ist.
Und wenn ich schon beim Wünschen bin: Da diverse Computer mit einem optischen digitalen Ausgang ausgestattet sind, wäre ein solcher Eingang an den AM-150 natürlich auch enorm praktisch.