
Creek CD 43 und 5250
Engländer mit CH-Input
Hierzulande sind sie längst keine Unbekannten mehr: Nicht nur werden die Creek-Produkte seit Jahren schon vom gleichen Vertrieb gepflegt; der Schweizer Importeur kann dank eigener Beteiligung auch bei der Konzeption und Entwicklung ein gewichtiges Wörtchen mitreden und so dafür sorgen, dass die Geräte hiesigen Kundenbedürfnissen besonders gut entsprechen. Sind Creek-Vollverstärker traditionell bei Analogliebhabern sehr beliebt, so will man mit dem CD-Spieler eine audiophile Kundschaft ansprechen, die sich aus Repertoire-Gründen längst mit der Silberscheibe angefreundet hat. Dass auch erhöhter Komfort durchaus mit audiophilen Ansprüchen vereinbar ist, hat sich selbst in High-End-Kreisen längst herumgesprochen. So wird die SER-Version des Verstärkermodells 5250 mit einer Fernbedienung ausgeliefert, welche zusätzlich zur Lautstärkeeinstellung (inkl. Muting) auch die Quellenwahl ermöglicht. Die 500 Franken Aufpreis für die SER-Version erschöpfen sich jedoch nicht in Komfortmassnahmen; gleichzeitig wurde auch beim Netzteil deutlich dicker aufgetragen, und anstatt zwei Mosfet-Endtransistoren pro Kanal wie bei der Normalversion kommen deren vier zum Einsatz. Dies geschah offenbar (siehe Messungen) weniger, um mehr Leistung herauszuholen, sondern eher aus klanglichen Gründen (siehe Hörtest). Sowohl der 5250 wie der 5250SER können als sehr praxistauglich gelten. Aufnahme- und Lautsprecherwahlschalter (A und/oder B) sind ebenso nützliche Ausstattungsdetails wie der Kopfhörerausgang, der auch deshalb Sinn macht, weil die Lautsprecher abschaltbar sind. Lediglich ein Balancesteller wird vermisst. Die Anschlussperipherie ist reichhaltig und umfasst sogar Endstufenein- und -ausgänge - letzere sinnvoll zwecks Bi-amping nutzbar. Die Lautprecherklemmen nehmen Kabelschuhe, Litzen und notfalls auch Bananenstecker (seitlich von oben) auf. Auch der CD-Spieler hinterlässt einen ergonomischen Eindruck. Nur wenige Tasten auf der Gerätefront erleichtern das Handling, während die Fernbedienung alle üblichen Komfortfunktionen aufweist. Schön wäre allerdings, wenn sich das Display ausschalten liesse. Technisches Highlight beim Creek CD43 bildet die Wandlersektion, die auf dem modernen Delta-Sigma-Wandlerchip CD4390 von Crystal Semiconductors aufbaut und theoretische 24 Bit Auflösung erreicht.Darf es auch etwas mehr sein?

Custom made: Selbstentwickelte Wandler- und Steuerplatinen gruppieren sich beim Creek CD43 um ein Sony-Laufwerk (links). Die Die Turbo-SER-Version verfügt über ein grosszügiger dimensioniertes Netzteil, je vier Endtransistoren und Fernbedienung.