Was ist Handy-TV?
Die ausgeschriebene Konzession für Handy-TV erlaubt es, eine Plattform für Handy-TV zu betreiben und landesweit digitale Rundfunkprogramme zu verbreiten. Diese TV-Programme sind für den Empfang auf speziellen mobilen Endgeräten optimiert. Abhängig von der gewählten Technologie können über eine solche Plattform mehr als 25 Programme ausgestrahlt werden.Standard: DVB-H oder DMB?
Zurzeit gibt es unterschiedliche Technologien bzw. Standards für die Verbreitung von mobil empfangbaren TV-Programmen, von denen sich noch keiner am Markt klar durchgesetzt hat. In Südkorea werden TV-Signale für mobile Terminals mittels DMB-Standard (Digital Multimedia Broadcast) verbreitet. In den USA stehen sich zwei rivalisierende Technologien gegenüber, einerseits das proprietäre System MediaFlo, andererseits der offene DVB-H-Standard (Digital Video Broadcast - Handheld). Als erstes europäisches Land lancierte Italien anlässlich der Fussball-WM 2006 kommerzielle Angebote mit DVB-H.
Zudem wurden bzw. werden in verschiedenen Ländern Pilotprojekte mit DVB-H durchgeführt, so zum Beispiel in Finnland, Frankreich, Grossbritannien, Spanien, Österreich und der Schweiz. Die EU-Kommission ermunterte ihre Mitgliedstaaten im Juli 2007, DVB-H als einheitliche europäische Mobilfernsehnorm zu verwenden (vgl. IP/07/1118 vom 18. Juli 2007).
Im Gegensatz zu UMTS ist DVB-H ein Rundfunk-Standard, bei dem unbeschränkt viele Leute auch auf kleinstem Raum TV auf dem Handy schauen können. UMTS als ein für die bidirektionale Kommunikation ausgelegter Mobilfunkstandard ist für den TV-Empfang weniger geeignet.
