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Musikrezension

Zappa und Ravel einmal anders

Music by Frank Zappa

Von Hans Jürg Baum ·
Wie kann ein audiophiles Kleinlabel so rasch auf den Merhrkanaltrend reagieren und bereits jetzt mit einer Vielzahl von mehrkanaligen Aufnahmen aufwarten?

Beim Lesen des Booklets schwinden sogar die letze Reste von Klarheit: Die Aufnahmen wurden in den Jahren 1994 bis 1995 auf die bei Opus 3 obligate analoge Telefunken Stereo-Bandmaschine M-28C gemacht. Doch wer weiterliest, erfährt das Geheimnis: Die von Opus 3 mehrheitlich benutzte Blumlein Single-Point-Mikrofonananordnung mit zwei AKG C-24 Röhrenmikrofonen, nimmt die Rauminformationen für die hinteren Kanäle ebenfalls auf. Diese wurden nun per Matrix aus dem Seterosignal extrahiert und auf die Rear-Kanäle geleitet.

Obwohl weder Centerkanal noch Subwoofer zum Einsatz kommen, klingt die Aufnahme exzellent, wenngleich nicht ganz so ausgeprägt räumlich wie eine echte 5.1 Aufnahme.

Das klassische Bläserensemble Omnibus interpretiert arrangierte Zappa Hits und wagt sich schlussendlich sogar an Ravels Bolero, den diese erstklassigen Musiker nicht ohne Hochachtung und mit feinem Humor, genüsslich in die Pfanne hauen.

Also weniger ein Leckerbissen für Zappa-und Ravel-Puristen, als für alle Freunde humoristischer Bläserklänge.
Album
AlbumtitelMusic by Frank Zappa
KomponistZappa, Ravel
LabelOpus 3
Jahr2000
BestellnummerCD 19423
TonformatHybrid SACD Stereo/Mehrkanal
MediumSACD
Preis50
Musik 9 Klang 9
Der Autor Hans Jürg Baum

Hans Jürg Baum ist Mitgründer von avguide.ch und war zehn Jahre lang Geschäftsführer. Der Musiker schrieb zwei Jahrzehnte lang über Audio-Komponenten, Kopfhörer und Musik — Schwerpunkt Klassik und Barock in HiRes.

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