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Musikrezension

Spritziger Figaro

Mozarts Le Nozze di Figaro

Von Hans Jürg Baum ·
Das ehemalige Billig-Label Naxos hat sich zum audiophilen SA-CD-Anbieter gemausert.

Punkto Surround-Sound hat man ganz bestimmte Vorstellungen: Der Klang ist spritzig, und eher trocken, also weit weg von einer Raumklangorgie.

Bei dieser Aufnahme wird jeder Besitzer einer Surroundanlage schwer bestraft, der beim Centerlautsprecher gespart hat.

Während die Surround Lautsprecher fast arbeitslos sind und nur leise Raumanteile von sich zu geben haben, wird der Centerlautsprecher hart gefordert. Alle Solisten erklingen aus der Mitte.

Im Heimkinoeinsatz wird vom Centerlautsprecher vor allem eine gute Sprachverständlichkeit gefordert. Die Klangschönheit ist Nebensache. Bei diesem Werk jedoch müssen die sehr unterschiedlichen Timbres der Stimmen mit all ihren Schattierung mit hoher Klangtreue reproduziert werden.

Diese Aufnahme klingt denn in 5.1 auch nur so gut, wie es dieser oft vernachlässigte Speaker ermöglicht.

Insgesamt ist die Aufnahme eine (fast) rein ungarische Produktion. Sie wurde anno 2002 in den Phoenix Studios Budapest erstellt. Tonmeister, Dirigent, Orchestermusiker und etliche der Solisten stammen aus Ungarn.

Die Interpretation gefällt in jeder Beziehung.
Album
AlbumtitelMozart: Le Nozze di Figaro
KomponistMozart
LabelNaxos
Jahr2002
Bestellnummer6.110014
TonformatStereo, 5.1 Mehrkanal
MediumHybrid-SA-CD
Preis39.00
Musik 9 Klang 8
Der Autor Hans Jürg Baum

Hans Jürg Baum ist Mitgründer von avguide.ch und war zehn Jahre lang Geschäftsführer. Der Musiker schrieb zwei Jahrzehnte lang über Audio-Komponenten, Kopfhörer und Musik — Schwerpunkt Klassik und Barock in HiRes.

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