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Musikrezension

Paul Paray at his best

Rapsodie Espagnole, Escales

Von Martin Freund ·
Diese 1963 in Detroit gemachte Aufnahme kommt mit einer für amerikanische Verhältnisse wohltuend unspektakulären Interpretation daher, das heisst, sie verzichtet auf falsche Effekthascherei als Selbstzweck, für welche diese Rapsodie sonst gerne herhalten muss. Zusammen mit der masstabsetzenden Aufnahmetechnik ergibt sich ein durch und durch authentisches Musikereignis, welches heute so frisch wirkt wie damals bei einer Live-Aufführung. In der limitierten 45-Touren-Auflage kommen die verblüffende Transparenz und Dynamik der Aufnahme erst richtig zur Geltung. Hintergrundrauschen sowie Rillengeräusch sind enorm gering. Auch angesichts der räumlichen Durchhörbarkeit des Orchesters kommt man kaum aus dem Staunen heraus. Die legendäre „Living Presence“ Aufnahmetechnik der Mercury Crew um Wilma Cozart Fine hat hier ganze Arbeit geleistet. Diese beiden Schallplatten (die Rückseite ist jeweils unbespielt) kann man exemplarisch als Beleg dafür nehmen, wie wunderbar positiv sich schöne Musik – exzellent aufgenommen und auf einem wunderbaren Analogtonträger – auf das Gemüt auswirkt. Da geht einem beim Anhören einfach das Herz auf...
Album
AlbumtitelRapsodie Espagnole, Escales
KomponistRavel, Ibert
LabelMercury
BestellnummerMercury MC 902264
Tonformat45er Reissue
MediumVinyl
Preis50
Musik 10 Klang 10
Der Autor Martin Freund

Martin Freund ist Redaktor bei avguide.ch und testet seit den Anfängen Verstärker, Lautsprecher und Analog-Komponenten. Der Fachjournalist beurteilt Geräte klanglich wie technisch mit einer Tiefe, wie sie heute selten geworden ist.