31. August 2016 | seit 1999
PRODUKTNEWS
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Revolutionärer Aktiv-Monitor

Kii three erklang erstmals zur High End München.

Wie ein saftiges Steak

Zwei Tieftontreiber treiben es auf der Rückseite, flankiert von zwei weiteren an den Seiten. Hoch- und Mitteltontreiber frontseitig.

Es scheint den Entwicklern gelungen zu sein, die Ausbreitung der Schallwellen trotz kleiner Gehäuseabmessungen (ohne breite Schallwand) in Richtung der Musikhörer perfekt zu kontrollieren. - Eine koheränte Wellenfront, die viele Aufstellungsvarianten in Wohnzimmer-, Hör- und Studioräumen ermöglicht. Die sekundäre Wellenfront (Reflexion) fällt viel weniger ins Gewicht.

Man verstummt bei der Vorstellung, dass pro Lautsprecher sechs Hypex D-Core Endstufen, Stromversorgung, DSP und DA-Wandler verbaut sind. Das bedeutet 1500 Watt integrierte Leistung pro Kanal mit einem Frequenzgang von 25 Hz bis 25 kHz (+/- 0,5 dB) bei nahezu absoluter Phasenrichtigkeit und max. unverzerrten Schallpegeln von 105 dB kostant bis 115 dB Spitze.

Die Markteinführung erfolgt weltweit im Herbst 2015. Ein Paar Kii three wird voraussichtlich um 10'000 EUR kosten. Die aktuellen Vorbestellungen wirken entspannend auf die fünf Inhaber des jungen Unternehmens. Weitere Modelle sind geplant.

Musikerlebnis

Ich versuche Superlativen zu vermeiden, komme aber hier nicht darum herum. Die Notwendigkeit eines Sub-Basses kommt niemandem in den Sinn. Der Klang der Musik ist absolut natürlich, wunderschön, nie anstrengend, nie nervend. Die Auflösung ist phantastisch ohne das Detail über das Gesamte zu stellen.

Im Sweetspot klingen sie am schönsten, weit ausserhalb davon immer noch sehr schön. Es ist, wie wenn man mittig oder seitlich der Konzertbühne sitzt: Es entsteht nur eine natürliche Verschiebung der räumlichen Perspektive, genau wie im guten Konzert. Man hört immer alles, vollständig, am richtigen Ort und im richtigen Grössenverhältnis. Die feine und die grosse Dynamik ist immer da, wie wenn das selbstverständlich wäre.

"Juicy", wie ein saftiges Steak, sagte jemand.

Es ist nicht selbstversändlich. Nach zwei Tagen intensiven Messebesuchs in München kann ich das mit Fug und Recht feststellen.

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